Reisebericht Boa Vista Kapverdischen Inseln 2026 - Naturfotografie aus Leidenschaft

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Reisebericht Boa Vista Kapverdischen Inseln 2026

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Reisebericht: Zurück von Boa Vista – Zwischen Weite, Wind und Walen



Boa Vista hat uns empfangen wie ein Ort, der nichts beweisen muss. Eine Insel, die sich nicht aufdrängt, sondern mit ihrer Weite, ihrem Licht und ihrer Ruhe einfach da ist. Schon am ersten Tag spürte ich, dass dieser Urlaub anders werden würde. Wir wollten nicht nur am Strand liegen, sondern die Natur erleben, die Insel fühlen und vor allem die Giganten des Atlantiks sehen, die jedes Jahr hierher zurückkehren.






Die Insel – Sand, Wind und ein Gefühl von Freiheit
Boa Vista ist eine Landschaft aus Dünen, Vulkangestein und endlosen Stränden. Der Wind trägt den feinen Sand über die Insel, als würde er sie ständig neu zeichnen. Morgens, wenn die Sonne noch tief steht, wirkt alles weich und golden. Abends färbt sich der Himmel in Pastelltöne, die man kaum beschreiben kann, ohne kitschig zu klingen.

Zwischen diesen Farben und Formen haben wir uns bewegt, mal zu Fuß, mal mit dem Jeep, immer begleitet von dem Gefühl, weit weg vom Alltag zu sein.
Die Begegnung mit den Buckelwalen

Der eigentliche Grund unserer Reise aber lag draußen auf dem Meer. Schon im Vorfeld hatte ich mich eingelesen, neugierig auf die Welt der Buckelwale. Doch all das war nur Theorie. Die Wirklichkeit beginnt erst, wenn man auf dem Deck einer Yacht steht, den salzigen Wind im Gesicht, und plötzlich eine Wasserfontäne sieht, die aus der Tiefe aufsteigt.

Unsere Touren fanden auf der Motoryacht “No Stress" statt, ein Name, der treffender nicht sein könnte. Durchschnittlich acht Stunden waren wir unterwegs, begleitet von der Meeresbiologin “Flora”, die uns mit einer Mischung aus Leidenschaft und Fachwissen durch den Tag führte. Sie erzählte von Wanderwegen der Wale, von ihren Gesängen, von ihrem Sozialverhalten. Jede Information machte die Begegnungen intensiver.

Und dann war er da: der Moment, der sich einbrennt. Ein Muttertier, ruhig und kraftvoll, und daneben ihr Junges, neugierig, verspielt, noch unsicher in seinen Bewegungen. Wir konnten beide fotografieren, ein Geschenk, das man nicht planen kann. Doch so sehr ich Fotografie liebe: Die Emotionen, die Stille, die Ehrfurcht… all das bleibt zwischen den Wellen und im eigenen Herzen.


Lernen, Staunen, Verstehen

Was mich besonders beeindruckt hat, war das Gefühl, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern Teil eines größeren Zusammenhangs. Die Meeresbiologin erklärte uns, wie wichtig diese Gewässer für die Buckelwale sind, wie sensibel ihr Lebensraum ist und wie viel Schutz sie braucht. Ich habe an diesen Tagen mehr gelernt, als ich erwartet hätte – und vieles davon wirkt noch nach.


Ein Urlaub, der bleibt

Boa Vista hat uns nicht nur Sonne und Meer geschenkt, sondern Begegnungen, die man nicht vergisst. Es war ein Urlaub voller Weite, Wissen und Wunder. Einer, der nicht in Postkarten passt, sondern in Erinnerungen, die man mitnimmt wie einen Schatz.

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