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Hierodula membranacea, auch Indische Große Gottesanbeterin genannt, ist eine Fangschrecke aus der Familie der Gottesanbeterinnen
(Mantidae). Die Art ist aufgrund ihrer Größe und Pflegeleichtigkeit eine beliebte Art für die Haltung in Terrarien.
Das Weibchen kann bis zu 100 Millimeter, das schlankere Männchen bis zu 70 Millimeter lang werden. Die Färbung von Männchen und
Weibchen variiert von gelbgrün, grün und braun zu rotbraun. Die Weibchen haben sechs,die Männchen acht Hinterleibssegmente.
Die Tiere ernähren sich räuberisch von Insekten. Sie jagen alles, was ungefähr zwei Drittel ihrer Körperlänge nicht überschreitet.
Sobald sich etwas in ihrer unmittelbarer Nähe bewegt, packen sie mit ihren bedornten Fangarmen blitzschnell zu. Auch neigen sie
stark zu Kannibalismus. Wie bei vielen Gottesanbeterinnen wird das Männchen oft noch während der Paarung vom Weibchen
aufgefressen, wobei sein Körper allerdings selbst bei schon abgefressenem Kopf die Kopulation weiterführt. Die Kopulation dauert in
etwa zwei Stunden, danach versuchen die noch lebenden Männchen rasch zu entkommen. Die Weibchen legen ihre Eier in mehreren
schaumigen Eiballen (Ootheken) ab. Nach etwa sechs bis acht Wochen schlüpfen die Larven, die für ihre Entwicklung etwa sechs
Monate benötigen. Ungefähr alle zwei Wochen häuten sie sich. Erst im letzten, adulten Stadium sind die Flügel entwickelt. Die Tiere
haben eine Lebenserwartung von insgesamt etwa 8 bis 10 Monaten.
Hierodula membranacea wird gelegentlich im Terrarium gehalten. Dabei sind die Ansprüche an Temperatur (20–28 °C, nicht unter
22 °C) und Luftfeuchtigkeit (ca. 60–70 %) zu beachten. Da die Häutung kopfüber hängend erfolgt, ist es wichtig, das das Insektarium
ausreichend Äste und Zweige enthält.
Textpassage aus Wikipedia
Name: Lateinisch: Hierodula membranacea
Deutsch: Indische Riesengottesanbeterin
Systematik: Überordnung: Dictyoptera
Ordnung: Mantodea
Familie: Mantidae
Unterfamilie: Mantinae
Genus: Hierodula
Grösse: Männchen: ca. 9cm
Weibchen: ca. 10cm
Lebenserwartung: Männchen: ca. 8 (5 + 3) Monate / ca.6 Häutungen
Weibchen: ca. 11 (5 + 6) Monate / ca. 7 Häutungen
Verbreitung: Indien, Südasien, Ostasien
Lebensraum: Hierodula membranacea lebt hauptsächlich
in tropischen Wäldern an Bäumen und Sträuchern
HALTUNG IM TERRARIUM
Beleuchtung: Leuchtmittel: Tageslicht reicht aus.
Beleuchtungsdauer: ca. 12 Stunden
Temperatur: Tag: 20 - 28° C
Nacht: nicht unter 18° C
Luftfeuchtigkeit: Tag: 50 - 70%
Nacht: 70 - 80%
Terrarium: Einzelhaltung: ab 20x20x30cm
Gruppenhaltung: Hierodula membranacea sollte nicht unbedingt in Gruppen
gehalten werden, bis L4 können sie noch zusammen aufgezogen werden. (Aber schon da muss einige Verluste durch Kanibalismus
in Kauf genommen werden)
Einrichtung: Kletteräste, Zweige, Gräser, alle möglichen tropischen Pflanzen.
Da Hierodula membranacea eine verhältnismäßig hohe Luftfeuchtigkeit benötigt, kann zb. der Boden zusätzlich mit Moos eingerichtet
werden.
Futter: Drosophila, Fliegen, Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Wiesenplankton.
Aggresivität: Recht stark ausgeprägt, sollte einzeln gehalten werden
Besonderheiten: Hierodula membranacea gilt als die Anfänger - Mantide da sie nicht so hohe Ansprüche an die Haltung haben
und auch den ein oder anderen Anfängerfehler verzeiht.
Sehr interessant an dieser Art ist das sie, durch ihre Standorttreue, sehr gut zur freien Zimmerhaltung geeignet ist. Die adultes
Weibchen werden bei uns in der Regel frei auf einer Pflanze im Terrarienzimmer gehalten. Männchen sind nicht ganz so ruhig, da
sie gute Flieger sind nutzen sie das auch. Gefüttert wird direkt von Hand. Ein adultes Weibchen frisst da schon mal eine
ausgewachsene Wanderheuschrecke.
ZUCHT
Geschlechtsunterschied:
Paarungsbereitschaft: Männchen: ca. 14 Tage nach Imaginalhäutung
Weibchen: ca. 28 Tage nach Imaginalhäutung
Kopulation: Dauer: ca. 10 Stunden
Ootheken: Erste Ablage: ca. 10 Tage nach Kopulation
Ablageabstand: ca. 14 Tage
Anzahl: bis zu 6 Ootheken
Zeitigung: Temperatur: 25 - 30°C
Feuchtigkeit: 60% (täglich sprühen)
Dauer: ca. 6 Wochen (je nach Temperatur)
Schlupf: Anzahl Larven: ca. 50 Larven (max 200)